Nichts
Nicht die absolute Leere, sondern das noch nicht bestimmte Feld des Möglichen.
Vom unbestimmten Möglichkeitsraum bis zur Erscheinungswelt. Ein Weg durch die Struktur der Spektralen Pyramide.
Die Welt erscheint uns als etwas Gegebenes. Raum, Zeit, Materie, Bewegung und Form scheinen bereits vorhanden zu sein, bevor wir beginnen, über sie nachzudenken.
Die Spektrale Pyramide dreht diese Blickrichtung um. Sie fragt nicht zuerst, was in der Welt geschieht, sondern nach den Strukturen, unter denen überhaupt etwas erscheinen kann.
Was muss gegeben sein, damit überhaupt etwas erscheinen kann?
Die folgende Reise ist deshalb keine gewöhnliche historische oder physikalische Entwicklungsgeschichte. Sie ist ein Strukturmodell: eine Folge von Übergängen, die von Möglichkeit über Unterscheidung und Projektion bis zur Erscheinung führt.
Nicht die absolute Leere, sondern das noch nicht bestimmte Feld des Möglichen.
Noch ist nichts festgelegt. Doch Möglichkeiten können unterschieden und strukturiert werden.
Eine erste mathematische Spur von Struktur: die Oktaven und ihr siebendimensionaler imaginärer Raum.
Die bekannte Trialität von Spin(8) eröffnet eine besondere Beziehung zwischen drei acht-dimensionalen Darstellungen.
Eine höhere Struktur wird nicht als Ganzes sichtbar. Sie erscheint durch Perspektive und Projektion.
Form und Materie treten in eine bestimmte Beziehung. Die Inzidenz wird zum möglichen Grenzbegriff des Erscheinens.
Die projizierte Struktur differenziert sich. Aus einer Möglichkeit wird eine Vielzahl bestimmter Erscheinungen.
Das, was wir als Wirklichkeit erfahren: eine Welt aus Beziehungen, Formen, Bewegungen und Ereignissen.
Die Reise liefert keine vorgefertigte Weltanschauung. Sie führt zu mathematischen Strukturen, deren Beziehungen untersucht, geprüft und – wo nötig – auch verworfen werden müssen.